Smart ist, was das Leben einfacher macht

„Herzlich Willkommen im Smarten Quartier“. Diese freundliche Begrüßung erwartet alle neuen Mieter in der Ziegesarstraße in Lobeda-Ost. Neben einer neuen Wohnform etabliert sich hier auch ein neues Berufsbild: Als Community Managerin ist Leah Jasmin Schöße das „Ohr zum Mieter“ bei allen Fragen rund ums Smarte.

Wie bediene ich die Licht- und Heizungssteuerung oder die Videoklingel in meiner Wohnung? Wie melde ich mich für die App-gesteuerten Waschmaschinen an? Was mache ich, wenn ich Hilfe beim Einkauf oder eine Bohrmaschine zum Ausleihen brauche? Antworten auf diese und weitere Fragen weiß Leah Jasmin aus den Effeff. Um mit den Mietern ins Gespräch zu kommen, hat die Werksstudentin ein eigenes Büro direkt im Smarten Quartier bezogen. Drei Mal pro Woche steht ihre Tür offen für alle, die Fragen zur Smart-Home-Ausstattung der Wohnungen und weiteren Angeboten haben. 

Höhere Lebensqualität durch Vernetzung

Leah Jasmin sagt: “In unserem Smarten Quartier stecken so viele Ideen, die es noch nicht in Jena oder Thüringen gegeben hat. Damit die Vorzüge auch von allen erkannt und angenommen werden, bin ich da. Gern kläre ich zu allen digitalen und analogen Möglichkeiten bei uns auf.“ Dabei hilft der kontaktfreudigen 22-jährigen ihre Freude am Umgang mit Menschen jeden Alters. Durch ihr Studium „Soziale Arbeit“ an der Jenaer Ernst-Abbe-Hochschule liegt ihr vor allem das Schaffen von Verbindungen am Herzen: „Wir wollen im Smarten Quartier eine neue Form von Gemeinschaft etablieren. Wenn die Mieter Interesse haben, stehen Ihnen unter anderem Gemeinschaftsräume für Zusammenkünfte, Teil-Angebote für Zwei- und Vierräder, digitale Austauschformate zur gegenseitigen Unterstützung und gemeinsame Gesundheits-Kurse zur Verfügung.“ Das Gute daran: Neben einem neuem Miteinander werden auch Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beflügelt.

Entgegen mancher Annahmen ist das Smarte Quartier kein technisches Projekt. „Bei smart denken viele gleich an digitale Assistenten wie Alexa – doch die wohnt hier gar nicht“, sag Leah Jasmin mit einem Augenzwinkern. Die Smart-Home-Ausstattung aller Wohnungen ist nur ein Puzzleteil des Smarten Quartiers. Im Kern geht es darum, durch Vernetzung und passgenaue Angebote eine höhere Lebensqualität für alle Mieter zu erreichen.

Offen für frische Ideen

Mittlerweile ist das erste Gebäude des Smarten Quartiers fertig saniert; die meisten der 108 smarten und mietpreisgebundenen Wohnungen bezogen. Bis 2023 steht in der Ziegesarstraße die Sanierung von über 150 weiteren smarten Wohnungen auf dem Plan. Schritt für Schritt entstehen dazu analoge und digitale Gesundheits-, Mobilitäts- und Logistikangebote zur Alltagsunterstützung. Spätestens ab dem kommenden Jahr soll auch das Thema selbstbestimmtes Leben bei gesundheitlichen Einschränkungen eine Rolle spielen. „Geplant sind unter anderem telemedizinische Angebote mit Online-Arztsprechstunden und Serviced Apartments für ein Wohnen auf Zeit“, sagt Leah Jasmin.

Beim Entwickeln neuer smarter Lösungen sind auch die Bedürfnisse der Bewohner ein wichtiger Fingerzeig. „Für frische Ideen ist das gesamte Team des Smarten Quartiers dankbar – also immer her damit“, sagt sie. „Dabei kann es auch um scheinbare Kleinigkeiten gehen. Alles, was das Leben unserer Mieter einfacher macht, ist smart für uns.“

Weitere aktuelle Informationen zum Smarten Quartier finden Sie hier.

 

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