Jena Crowd gegen Corona-Krise: Stadtwerke Jena verdoppeln Fördertopf

Mit der Jena Crowd gegen die Corona-Krise: Um Vereine, Macher und Engagierte aus Jena und der Region in aktuellen Zeiten zusätzlich zu unterstützen, haben die Stadtwerke Jena den Fördertopf auf www.jena-crowd.de auf 2.000 Euro verdoppelt.

Auf der kommunalen Crowdfunding-Plattform kann jeder nach dem Prinzip der Schwarmfinanzierung unkompliziert seine Ideen und Projekte vorstellen und jeder kann sie unterstützen.

Mit der Jena Crowd gegen die Corona-Krise: Gewerbetreibende der Initiative Innenstadt möchten freigewordene Kapazitäten sinnvoll einbringen und Mund- und Nasenmasken nähen. Foto: Piconique Malte Schumacher

Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Dirkes: „Corona stellt uns alle vor neue Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen. Wir glauben an die Solidarität in unserer Stadt und ermöglichen auf unserer Plattform Hilfe für alle. Gleichzeitig wollen wir auch selbst unterstützen und haben deshalb den monatlichen Fördertopf verdoppelt. Unsere Jena Crowd steht allen offen: Wer Hilfe sucht, kann es hier zeigen. Wer helfen will, kann es tun. Schon mit kleinen Beträgen kann jeder einen großen Beitrag leisten.“

Wieder verwendbare Masken für Nase und Mund

Der erste Verein, der vom doppelten Fördertopf profitiert, ist die Initiative Innenstadt Jena. Innerhalb von 14 Tagen sollen über die Jena Crowd mindestens 10.000 Euro für das Projekt „Nasen-Mund-Maske 100 % Jena“ zusammenkommen. Die wieder verwendbaren Masken für Nase und Mund aus Stoff werden bereits seit 20. März von Gewerbetreibenden in den geschlossenen Geschäften der Innenstadt genäht. Sie sollen Mitarbeitenden im Einzelhandel, in Gewerbe, Gastronomie und auch ehrenamtlichen Helfern kostenfrei zu Gute kommen.

Hannes Wolf, Citymanager der Initiative Innenstadt: „Arbeits-Schutzkleidung ist gerade überall knapp. Menschen, die in Kontakt mit anderen stehen und die unser aller Versorgung aktuell aufrechterhalten, sind daher besonders zu schützen. Die Gewerbetreibenden der Innenstadt wollen nicht tatenlos zusehen, sondern gemeinsam und aktiv helfen.“

Parallel zu den Näharbeiten baut die Initiative Innenstadt ein Netzwerk von Näherinnen auf. Damit soll der weiter steigende Bedarf für Jena gedeckt werden. Das eingesammelte Geld auf der Jena Crowd soll dazu beitragen, den Wareneinsatz für die Mund- und Nasenmasken sowie eine Aufwandsentschädigung für die Näherinnen zu decken.

Das Alles-oder-Nichts-Prizip

Sobald ein Unterstützer mindestens zehn Euro auf der Jena Crowd spendet, legen die Stadtwerke Jena zehn Euro drauf. Dafür stellt der kommunale Unternehmensverbund zunächst bis Ende April dieses Jahres 2.000 Euro (statt sonst 1.000 Euro) in einem Spendentopf zur Verfügung. Die Jena Crowd funktioniert nach dem „Alles-oder-Nichts-Prinzip: Erreicht ein Projekt das anvisierte Finanzierungsziel oder schießt darüber hinaus, können die Projektstarter an die Umsetzung gehen. Spender erhalten auf Wunsch eine Spendenbescheinigung durch den Projektstarter. Wird die anvisierte Summe für ein Projekt nicht erreicht, erhalten alle Spender ihr Geld zurück und das Projekt kann nicht finanziert werden.

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  1. […] fast 40.000 Euro von circa 500 Unterstützern einzusammeln. Um zusätzlich zu unterstützen, verdoppelten wir bis auf Weiteres den monatlichen Fördertopf für gemeinnützige Projekte auf 2.000 Euro – und fördern Spendenbeträge ab zehn Euro […]

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