#erstesmal E-Roller fahren – in nur 3 Schritten

Er ist 82 Kilogramm schwer, 1,94 Meter lang und schafft 45 Kilometer in der Stunde. Ich begegne ihm mit Respekt. Ich nähere mich ihm langsam. Ich probiere den E-Roller aus, bevor es mit Vollgas auf die Straße geht. Heute ist genau der richtige Tag, um meinem Ziel, E-Roller zu fahren, näherzukommen: Zum meteorologischen Frühlingsanfang, am 1. März 2021, lädt der Jenaer Nahverkehr zum kostenfreien Probetraining mit seinen evita E-Rollern auf den Betriebshof in Burgau ein – und ich bin dabei. Hier sind die drei Schritte, die notwendig waren, um endlich E-Roller zu fahren:

Schritt 1: Zum Training anmelden

Die evita E-Roller stehen seit dem vergangenen Sommer verteilt in unserer Stadt herum. Neugierig betrachtete ich sie des Öfteren aus unmittelbarer Nähe, freudig registrierte ich sie immer wieder in der Ferne beim Vorüberfahren. Für mich vermitteln die elektrischen, zweirädrigen Zweisitzer zusammen mit ihren jeweiligen Fahrerinnen und Fahrern ein Gefühl mobiler Unabhängigkeit gepaart mit Umweltfreundlichkeit und einem positiven Lebensgefühl – „la dolce vita“. Ich würde mir gern ohne großes Nachdenken dieses Lebensgefühl holen und auch einfach einen evita-Roller buchen, aufsteigen und losfahren. Doch dazu fehlte mir bisher der Mut! Zumal ich noch nie Moped oder Motorrad gefahren bin.

Wie gut, dass es das Probetraining beim Nahverkehr gibt. Ich nutze die Chance und melde mich Ende Februar per E-Mail an marketing@nahverkehr-jena.de zum Probetraining an. Nur wenige Minuten später kommt die Bestätigung zurück: „Montag, 1. März, 14 Uhr. Bitte bringen Sie zum E-Roller-Training Ihren Führerschein mit.“ So einfach geht das. Ich bin dabei!

Schritt 2: Die App laden

Die App mit dem Namen evita konzipierte der Nahverkehr speziell für das E-Roller-Sharing in Jena und Umgebung. Sie kann direkt aus den App stores heruntergeladen werden.

Was mir an der App gefällt? Sie ist einfach gestaltet und nahtlos selbsterklärend. Auf den ersten Blick kann ich sehen, wo im Stadtgebiet ein freier E-Roller zur Verfügung steht, wie das Kennzeichen lautet und wie hoch der Ladezustand der Batterien ist. (Das ist wohl eines der wichtigsten Kriterien, damit aus dem „la dolce vita“ nicht am Ende eine bittere Erfahrung wird.) Fazit: App laden, Registrieren, Benutzerkonto anlegen, Zahlungsmethode hinterlegen, Führerschein verifizieren, 10 Euro Anmeldegebühr zahlen – alle diese Schritte stellen keine große Hürde dar.

Deswegen überlege ich nicht lange und lade mir noch schnell vor dem Training die App herunter. Zu meiner großen Überraschung bekomme ich 20 Freiminuten geschenkt. Anscheinend ist es tatsächlich so, wie es auf der Homepage des Jenaer Nahverkehr steht: „E-Roller-Sharing ist nicht kompliziert.“

E-Roller-Trainer Felix Jungnitsch: Er garantierte zu Beginn des Probetrainings, dass es am Ende ganz einfach sein wird, E-Roller zu fahren – und er behielt recht.

Schritt 3: Auf den E-Roller steigen und losfahren

Jetzt geht`s ans Eingemachte! Nahverkehrs-Mitarbeiter Felix Jungnitsch begrüßt drei weitere Interessenten und mich zum E-Roller-Training. Ich gebe zu, ich war wahnsinnig aufgeregt und stellte mir immer wieder die eine Frage: Getraue ich mich heute auf den Roller zu steigen und loszufahren? Und um das gleich vorwegzunehmen: Ja, ich bin das erste Mal in meinem Leben E-Roller gefahren und es hat Spaß gemacht. Es war letztlich auch keine allzu große Überzeugungsarbeit mehr nötig. Herr Jungnitsch gab uns jede Menge praktische Hinweise rund um die E-Roller, zeigte uns die App im Detail und führte uns vor, wie die Fahrzeuge aufgebockt werden.

Und als es dann ans eigentliche Fahren ging, gab es schon kein Zurück mehr. Schutzhaube und Helm aufsetzen, auf den Roller steigen und Platz nehmen, langsam Gas geben, Gas geben, Gas geben – und geräuschlos mit der Fahrt starten. Was so einfach klingt, fühlte sich tatsächlich auch so einfach an. Mit jeder gefahrenen Runde spürte ich mehr Sicherheit. Fazit: Auch wenn ich zunächst nicht über 35 km/h hinauskam, der Anfang ist gemacht, der Frühling kann kommen – jetzt nehme ich richtig Fahrt auf.

Zunächst startete ich recht zaghaft, doch dann schaffte ich es immerhin auf 35 km/h – und die fühlten sich nach Freiheit und vor allem nach mehr an.

Du willst auch E-Roller fahren oder fährst bereits? Dann interessieren Dich sicher folgende Fakten: Mit jeder Fahrt mit dem E-Roller bist Du nicht nur flexibel und unabhängig unterwegs, sondern Du schonst auch die Umwelt. Denn so verbessert evita das Klima in Jena:

  • Keine Abgase

Die E-Roller fahren elektrisch. Elektromotoren verbrennen im Gegensatz zu konventionellen Fahrzeugen kein Benzin, sondern werden allein aus der elektrischen Energie des Akkus angetrieben. Und die kommt beim Nahverkehr vorrangig aus lokal erzeugtem Solarstrom.

  • Kein Tanken

Mit unseren E-Rollern sparst Du viel Zeit. Denn die Akkus der E-Roller können einfach getauscht werden. Und das machen die Mitarbeiter des Nahverkehrs für Dich.

  • Kein Lärm

Keine Verbrennung heißt: keine Zylinder und kein Auspuff. Die E-Roller erzeugen keine Motorgeräusche und sind damit während der Fahrt kaum zu hören.

  • Nachhaltig

Die Akkus der E-Roller haben gleich mehrere Leben: Nach ihrem Einsatz im Roller werden sie u. a. zu Energiespeichern in Photovoltaik-Anlagen, bevor sie anschließend bis zu 70 % bei deutschen Dienstleistern recycelt werden.

evita – auch eine Straßenbahn macht auf das umweltfreundliche sharing-Angebot des Nahverkehrs aufmerksam.

Lust bekommen? Dann melde Dich für Dein Probetraining gleich per E-Mail an: marketing@nahverkehr-jena.de. Die nächsten Termine sind am 15. März, 12. April und 19. April 2021.

Du möchtest mehr über das evita Sharing-Angebot wissen. Dann informiere Dich hier: https://www.nahverkehr-jena.de/freizeit/evita.html

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